2010 – Zeit der Veränderung
Leben ist Veränderung & Fighter-Fitness ein lebendiges System
Wäre es anders gekommen, wäre es nicht so schön gewesen, denn was zählt, ist nicht der Erfolg, sondern die Ehrlichkeit und Leidenschaft, die Fighter-Fitness geschaffen und genährt haben. Vielleicht waren wir zu früh, vielleicht hätten wir das Konzept nie ändern dürfen, aber ganz ehrlich: Vielleicht war es so, wie es passiert ist, auch genau richtig.
Björn ist Kampfkünstler, Athlet und ein Suchender, dem es immer nur um eines ging: Funktion. Fighter-Fitness war für ihn ein Prozess, sich ständig körperlich weiterzuentwickeln, und so nahm er keine Rücksicht darauf, das Produkt Fighter-Fitness weiter zu optimieren bzw. es kundenfreundlich zu gestalten. Schon 2005 begann er sich vom reinen Bodyweight-Training zu verabschieden und trainierte intensiv mit Kettlebells. Eine für ihn wichtige Erfahrung, die ihm viele Erkenntnisse und auch Verletzungen einbrachte und die dazu führte, dass Kettlebells bei Fighter-Fitness dauerhaft keinen Platz fanden. 2008 kamen auch noch die inneren Kampfkünste und das Yoga dazu, und auch wenn diese Einflüsse alle sehr gut für die Qualität von Fighter-Fitness waren und das System immer komplexer wurde, ging ein wenig die Einfachheit verloren, die das System so populär gemacht hat. Fighter-Fitness wurde zu einem vielschichtigen Trainingssystem und war nicht mehr so massentauglich und simpel wie noch in seinen Anfangsjahren. Auch wenn Björn ein wenig enttäuscht von der schwindenden Popularität von Fighter-Fitness war, hielt ihn das nicht davon ab,
weiterhin seinen Weg zu gehen. Mit Anfang 40, und als jemand, der nie Steroide genommen hatte, wuchsen die Muskeln nicht mehr so schnell wie mit 20, und so lag sein Fokus weniger auf der Performance und mehr, bzw. fast ausschließlich, auf dem Muskelaufbau. Für die Performance war ja sowieso sein Aiki- und Internal-Power-Training zuständig, welches er in den 2010er-Jahren ständig intensivierte. Irgendwann „starb“ Fighter-Fitness und wurde zu etwas Austauschbarem wie „Zähne putzen“, aber vielleicht muss genau das passieren, um Platz für neue Leidenschaft zu machen. Es war sein Sohn Milo, der ihn in den 2020er-Jahren wieder dazu gebracht hat, sich intensiv mit dem Kraft- und Ausdauertraining zu beschäftigen, und so fand er neue, inspirierende Quellen, von denen er vorher noch nie gehört hatte. Neue Trainingsmethoden, aus denen neue Ideen entstanden, ließen Fighter-Fitness wieder auferstehen. Nicht als Trend, nicht als Produkt, nicht optimiert für Endkunden, sondern als genau die gleiche Leidenschaft wie damals: ehrlich, authentisch und mutig genug, sich keine Gedanken darüber zu machen, was andere über sein System denken.
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